Gedanken zum Webvideopreis 2014

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Dieses Jahr habe ich der Verleihung des Webvideopreises nur von zuhause beigewohnt. Trotzdem wird das Event immer beeindruckender, vor allem technisch. Die Liveübertragung über YouTube war sehr bemerkenswert – was man leider von einigen Preisträgern dieses Jahr nicht sagen kann. Gerade die größten Gewinner glänzten mit Respektlosigkeit gegenüber Jury, Fans und Zuschauern die womöglich witzig sein sollte, leider aber nur unprofessionell und geschmacklos wirkte – ein herber Rückschlag für eine junge Branche, die leider noch zu häufig wegen genau solcher Fehltritte von der restlichen Medienlandschaft belächelt wird.

Ich wünsche dem Preis, dass er sich mehr von Kindereien emanzipiert; weniger von kurzlebigen Memes getragen wird sondern mehr der Substanz, an der es hierzulande leider noch mangelt. Und obwohl es unter den Nominierten einige Positivbeispiele gibt (u.A. Klaus Kauker, oder Holger Kreymeier, beides Preisträger aus früheren Jahren) sind es doch häufig die Teenie-Fans der Blödel-Komödianten, die die Online-Votings für ihre Idole entscheiden. Webvideo ist mehr als YouTube, und auch YouTube ist mehr als das von iBlabli beim Videocamp noch für Jugendliche eingenommene Vlog Format.

Webvideo kann mehr als Kindern und Kingebliebene seicht zu unterhalten. Webvideo kann bilden, polarisieren, berichten und es wäre schön wenn wir das in den nächsten Jahren verstärkt zu sehen bekämen, “community” hin oder her.

Foto: C. Wolf EVWA

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